Wenn der Wegzu Ende geht

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117 Wenn der Weg zu Ende geht „Hospiz“ ist ein altes Wort, das soviel bedeutet wie Gastfreundschaft, Herberge. Im Mittelalter wurden hier Pilger aufgenommen, um ihnen Stärke und Kraft für den weiteren Weg zu geben. Die Hospizbewegung heute bemüht sich, diese alte Tradition im mitmenschlichen Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden wieder zu leben. Ein wesentliches Ziel der Hospizbewegung ist es, Menschen in der letzten Lebensphase Aufmerksamkeit und Zeit zukommen zu lassen, aber auch konkrete medizinische und pflegerische Hilfe zu ermöglichen. Die Würde eines jeden Menschen und seine Einzigartigkeit werden geachtet. Jeder Mensch erfährt Wertschätzung und respektvolle Zuwendung. Vorrangiges Ziel ist es, Menschen in ihrem Wunsch zu unterstützen, ihre letzte Lebensphase in vertrauter Umgebung zu verbringen, möglichst schmerzfrei, bewusst und selbstbestimmt. Darüber hinaus soll dazu beigetragen werden, dass Sterben, Tod und Trauer wieder als Bestandteile des Lebens verstanden werden. Diese Zeit muss tragbar gemacht werden. Wichtig ist, dass die Menschen dabei unterstützt werden, sich mit dem Sterben auseinander zu setzen, denn Sterben ist Leben bis zuletzt. Der Dienst ist kostenfrei. Pflegerische Handlungen werden aber nicht durchgeführt.


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