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Vorsorge und Testament 62 Patientenverfügung Eine Patientenverfügung regelt, wie man im Falle einer schweren Krankheit oder Behinderung behandelt werden möchte, wenn man zu einer eigenen Willensäußerung nicht mehr in der Lage ist. Die Patientenverfügung gibt dem Arzt nützliche Hinweise auf den Willen und die Wünsche des Patienten, die dieser bei seiner weiteren Therapieentscheidung und Behandlung zu berücksichtigen hat. In eine Patientenverfügung kann man einerseits Behandlungsoptionen, die man sich ausdrücklich wünscht, aufnehmen, wie das Verabreichen von Schmerzmitteln, die Behandlung von Angst- und Unruhezuständen oder das Stillen von Hunger und Durst. Andererseits können auch bestimmte Therapien von vornherein ausgeschlossen werden, z.B. künstliche Beatmung oder Reanimation nach Herzstillstand. Eine Patientenverfügung zu verfassen, ist nicht einfach. Sie sollte immer individuell erstellt sein und mit Familienangehörigen und dem Hausarzt ausführlich besprochen werden. Diese können die Verfügung auch mit unterschreiben. Bereits vorformulierte Formulare zu verwenden, die man nur noch unterschreiben muss, wird den individuellen Bedürfnissen oft nicht gerecht. Es empfiehlt sich, die Patientenverfügung regelmäßig (etwa alle ein bis zwei Jahre) zu überprüfen und mit einer erneuten Unterschrift zu bestätigen. Nur so weiß der behandelnde Arzt im Notfall, dass er den aktuellen Patientenwillen vorliegen hat.


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