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71 Bauliche Maßnahmen Durch den Einsatz von Hilfsmitteln, durch einfache Ausstattungsveränderungen oder gezielte bauliche oder technische Veränderungen in der Wohnung werden Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit erhalten und gefördert. Wohnungsanpassung trägt zudem dazu bei, vorhandene körperliche Defizite auszugleichen oder zu mindern und im Bedarfsfalle eine häusliche Pflege zu erleichtern oder überhaupt erst zu ermöglichen. Hierbei gibt es eine Vielzahl von Maßnahmen und Hilfen, die das tägliche Leben vereinfachen und sicherer machen: • Beseitigung von Stolperfallen wie Teppiche, • rutschfeste Bodenbeläge • Handläufe an Treppen, Haltegriffe im Bad etc., • kleinere Alltagserleichterungen (z.B. Erhöhung des Bettes), • barrierefreies Bad, z.B. mit ebenerdiger Dusche, • Einsatz von Rampen oder Liften (z.B. für Treppen), • Verbreiterung von Türen • Hilfsmittel (Badewannenlift, Rollator etc.). Pflegebedürftige können für eine bauliche Anpassung der Wohnung und für Pflegehilfsmittel Leistungen der Pflegekasse beantragen. Unterschieden wird zwischen Maßnahmen, die mit wesentlichen Eingriffen in die Bausubstanz verbunden sind (z.B. Verbreitern der Türen, Einbau von Rampen und Treppenliften) und dem Einbau bzw. Umbau von Mobiliar, das individuell für die spezielle Pflegesituation hergestellt oder umgestaltet wird (z.B. Austausch der Badewanne gegen eine Dusche). Neben den Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung kommen u.U. auch andere Kostenträger (Renten-, Unfallversicherung, Kriegsopferfürsorge, Sozialhilfe) in Betracht.


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